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Lubomír Jarcovják

Text kurátora


Beim L. J. habe ich vor allem, immer sein Gefühl für das Material geschätzt, mit dem er arbeitet. Die traditionelle Vorstellung der Bildhauerei (aber es ist möglich, dies auf alle künstlerische Arten zu beziehen) ging davon aus, dass der Künstler das Material formt. Im Grunde irgendeine aristotelische Vorstellung über den passiven Stoff und einer aktiven, also einer bestimmenden und vor allem von woanders herantretenden Form, die erst aus der Sache das macht, was sie ist. Die konzeptuelle Bildhauerei stellte diese Einstellung seit den 60.. Jahren in Frage, indem sie z.B. Objekte unmaterialisierte, oder sich bemühte die Eigenschaften des Materials zu destruieren. So haben sich die Künstler wieder daran erinnert, dass das Material aktiv in das künstlerische Werk eintritt. Dass man sein Potenzial nicht nur dadurch hervorhebt, es zu verarbeitet, sondern es selbst – das Material - das ist, was aktiv wirkt. Der Künstler kann so, die oft auf den ersten Blick, nicht sichtbaren Eigenschaften zum klareren Ausdruck bringen. Dies ist vor allem der Fall, bei den Arbeiten im zweiten Raum der Galerie, wo wir in der Plastik der Papierstruktur den Prozess seines Entstehens, beeinflusst durch Zufall und auch durch intentionale Eingriffe herausfühlen können. Von Bedeutung an diesen Werken ist jedoch nicht nur, dass sie den Ausdruck der Empfindlichkeit des Autors sind, sondern dass sie auch gleichzeitig die Empfindsamkeit weitergeben können.

 

Die Bilder und Zeichnungen, die im Eingangsraum ausgestellt sind, stellen auf den ersten Blick etwas anderes dar. Dem ist jedoch nicht ganz so, beide Teile der Ausstellung verbindet vieles und zwar nicht nur das Medium Papier. Aber nun würde ich lieber, darauf aufmerksam machen, in was sie sich zu den Vorhergegangenen unterscheiden. Während wir das Verarbeiten von Papier im zweiten Raum von L. bereits seit den 90. Jahren gut kennen, stellen diese Werke etwas neueres dar. Gemeinsam haben sie vor allem eine gewisse Konzeptualität, die meistens eher aus der Reihe von J. ästhetischen, grundliegenden, heterogenen Formen und deren Fragmenten nur durchsickert. Gerade diese Kombination zwischen der sorgfältigen Zusammensetzung und dem Effekt des unerwarteten, wirkenden Elements, herausgeschoben ins Bild, ist der größte Vorrang vieler dieser Werke.

Václav Mílek

(Einleitendes Wort zur Erstaustellung 6.11.2008)


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