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Tereza Velíková

Text kurátora


“Pepito“ ist ein Stoff mit einem zarten Gewebe, der sich aus hellen und dunklen, ineinanderfallenden Teilen zusammensetzt. Beim schwarzweißen „Pepito“ ist es schwer zu sagen , ob sich schwarze Würfel auf weißem Untergrund ausbreiten oder weiße auf schwarzem.

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Tereza Velíková studierte in den Galerien konzeptuelle und intermediale Werke. Ihr Schaffen ist charakterisiert durch den Schwerpunkt auf der Intensität, Klarheit und der Eindeutigkeit bzw. dem uneindeutigen Mitteilen [...] Sie nutzt dazu Bilder, Ton, Objekte, ihre persönlichen Geschichten, von Freuden und die der eigenen Familienangehörigen. Auch im Fall, dass ihre Arbeiten aus einem vorhergegangenem Schema entstammen, ist im Endeffekt die Aufmerksamkeit der Autorin und folgend die der Betrachter zu den Inhalten, die oft beunruhigende Assoziationen hervorrufen, herumgerissen. Ich meine damit z.B. das Video, wo wir einen Mann und eine Frau ( Mitglieder Tereza´s Familie ) beobachten, die unruhig und gleichzeitig gelangweilt auf einem Sofa sitzen, wobei der Abstand zwischen ihnen groß genug ist um in uns Zweifel und Fragen hervorzurufen. Diese Gefühle verstärkt noch die Tonaufnahme – das Erzählen mehrerer junger Frauen über ihre Partnerschaft, die sie leben und von welcher sie träumen.

Auch das Projekt „Pepito“ handelt der Autorin nach “von der Beziehung zweier Menschen [...] “. In dessen Mittelpunkt ein Video steht, das sich aus zwei Projektionen zusammensetzt. Ein Mann und eine Frau erzählen auf eigenen, getrennten Bildschirmen über das Ende einer Beziehung. Wir können uns streiten, wie sie unwissentlich versuchen ihrem - jeweils ausgehändigtem – Material auf die Sprünge zu helfen, indem sie eigene Erfahrungen einarbeiten. Das Video wird durch Bilder und Objekte ergänzt. Klare Flaschen, die teils mit einer schwarzen Flüssigkeit gefüllt sind oder eine geheimnisvoll, sich selbst ausreichende Lampe, funktionieren hier eher als Anmerkung auf bestimmte Situationen. Ähnlich wie die abgeschliffene Zahnbürste in einer ihrer früheren Installationen. Auf den Bildern verändern sich die Symbole andauernd in ihr Gegenteil. Wie ein europäischer Beitrag zu Jing und Jang.

Tereza ist eine dramatische Künstlerin und lässt die Möglichkeiten die Emotionen zu steigern bzw. gegensätzliche Bedeutungen meist nicht ungenutzt. Gleichzeitig lässt sie jedoch nicht von der Eindeutigkeit ihrer Mitteilung nach.  Die Ambivalenz ist wahr wie schwarz: ja und weiß: nicht/nein.

 

Lenka Vítková


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